Stephan Jäger kommt nach zwei Jahren wieder in die Heimat

BMW International Open 24.-27. Juni 2021 im GC München Eichenried

„Ich freue mich am meisten, meine Familie wieder einmal zu sehen. Mein letzter Besuch in Bayern ist jetzt fast schon zwei Jahre her“, sagt Stephan Jäger, der vom 21. Juni 2021 an eine gute Woche wieder in Eichenried sein wird. Anlass sind die BMW International Open auf seinem Heimatplatz, bei denen er schon drei Mal teilgenommen hat (2011, 2015 und 2019). „Leider dürfen uns so gut wie keine Zuschauer begleiten. Ich hätte schon gern welche dabeigehabt“, bedauert er die von den bayerischen Behörden verordnete Beschränkung auf 400 Zuschauer täglich. Einen Teil seiner Familie hat Stephan, der am 30. Mai 32 Jahre alte geworden ist, übrigens auf dem Platz dabei: Seine Ehefrau Shelby als Caddy!

Zuletzt hatte Mr. 58 einen echten Lauf in seiner Wahlheimat USA: Die Tourkarte für die US-PGA-Tour ist ihm nicht mehr zu nehmen. Bei den letzten Turnieren auf der Korn Ferry Tour ist er zwei Mal knapp am Sieg vorbeigeschrammt. Stephan, von seinen Spezln „Sedl“ genannt, nimmt das sportlich, auch wenn er mit einem dritten Sieg sofort wechseln hätte können. „Zweiter ist auch nicht schlecht, und auf die Tour komme ich sowieso“, kommentiert er das lapidar und realistisch, wie er so ist. Sein langjähriger Mentor und Coach, Eichenrieds Head Pro Ken Williams, dazu: „Sedl spielt gerade das beste Golf seines Lebens. Gewinnen ist nicht so einfach – on any tour.“ Ken wird übrigens bei den BMW International Open das zweite Eichenrieder „Eigengewächs“ als Coach und Caddy begleiten: Thomas Rosenmüller, 24.

Chancen und Lieblingsloch 18

Wie schätzt Stephan seine Chancen bei den BMW International Open ein? Da ist er in seinen Erwartungen absolut amerikanisch-optimistisch: „Ich reise nicht nach München und spiele ein Turnier, um 30ter zu werden. Sieg steht auf dem Plan!“ Wir drücken ihm natürlich die Daumen, auch wenn wir das lieber am Fairway-Rand als am Bildschirm getan hätten. Zum Schluss die Frage nach seinem Eichenrieder Lieblingsloch, die er in seiner inzwischen typischen Mischung aus Deutsch und Englisch beantwortet: „Die 18 ist super, finde ich. Ein super risk reward Loch!“ Da ist er sich mit Ken Williams einig, der auf die Frage antwortet: „Ich habe keine wirklichen Lieblingslöcher. Aber die 18 ist für die Zuschauer ein super letztes Loch, wo viel passieren kann.“ Wir dürfen gespannt sein, was da passieren wird. Vielleicht ein Duell der beiden Lokalmatadoren?