Premiere und Brutto-Sieg Klasse D für Eichenrieder
Austragungsort der Int. Bayerischen Meisterschaften der Golfer/innen mit Behinderung war der GC Abenberg.

Premiere und Brutto-Sieg Klasse D für Eichenrieder

Internationale Bayerische Meisterschaften der Golfer/innen mit Behinderung

14./15.09.2019 im GC Abenberg

Ins Fernsehen hat Mark Schindhelm es noch nicht geschafft. Hier sah man in der BR-Sendung „Blickpunkt Sport“ Jennifer Sräga, die Gesamtsiegerin der Internationalen Bayerischen Meisterschaften der Golfer/innen mit Behinderung. Die fanden am 14./15. September im GC Abenberg statt – und der Eichenrieder Mark Schindhelm hat erstmals erfolgreich mitgespielt. Er gewann mit Handicap 36,0 das Brutto in der Klasse D. Die Meisterin Jennifer Sräga vom GC Augsburg ist kleinwüchsig; sie spielt Handicap 4,6 und war bereits Vize-Europameisterin. Mark Schindhelm spielt nach einem Unfall nur mit der linken Hand Golf. Seine Geschichte kann man im „Fairway Magazin 2019“ auf den Seiten 62 bis 64 nachlesen. Über seine Erfahrungen bei seinem ersten Turnier mit anderen behinderten Golfer/innen hat er uns den folgenden Bericht geschickt.

Mit dem Rollstuhl, mit Beinprothese oder nur mit einer Hand golfen

„Die Atmosphäre war super unter den Mitspielern/innen. Der Austragungsort war der wunderschöne GC Abenberg. Wir hatten zwei sehr schöne Tage und herrliches Wetter. Da ich keine Zeit hatte, eine Übungsrunde am Vortag zu spielen, war es für mich am ersten Tag an jedem Loch eine kleine Überraschung wie ich das Loch spielen sollte. Jeder von uns hatte eine/n Betreuer/in, die uns unterstützen und helfen sollten, wenn wir Hilfe benötigten.

Am ersten Tag waren wir nur zu zweit im Flight. Mein Flightpartner saß im Rollstuhl, und es war sehr interessant zu sehen wie er so mit Leichtigkeit Golf spielen konnte. Natürlich hatte er auch seine Schwierigkeiten. Wenn z. B. sein Ball im Bunker am Rand liegen blieb. konnte er mit seinem Spezialrollstuhl nicht nah genug an den Ball heranfahren, weil am Rand des Bunkers durch das viele Rechen mehr Sand lag als in der Mitte und er einfach stecken blieb. Waldgebiete sind nicht möglich oder auch temporär trockengelegte Teiche durch den dicken Matsch.

Safety-Schläge aus dem Wald

Am zweiten Tag war ich im Dreier-Flight. Der gleiche Rollstuhlfahrer vom ersten Tag und noch ein Teilnehmer mit einer Beinprothese. Mein Kurzspiel war ein Auf und Ab; das Einzige was konstant war, waren meine langen Driverschläge und die langen Schläge an sich. Ein paar von meinen langen Schlägen habe ich allerdings auch nicht voll und sauber erwischt. Leider waren einige Fairways schmal und mit vielen Bäumen rechts und links versehen (kleine Wälder), so dass ich öfter mal in den Wald musste. Aber ich konnte mich immer durch einen schönen Schlag, manchmal nur durch einen Safety-Schlag, aus diesen Situationen befreien.

Am Ende des zweiten Tages war mein Fazit, dass ich zwar an einigen Löchern gut gespielt hatte, aber für meinen Ehrgeiz nicht gut genug. Umso mehr war ich überrascht, freudig und positiv überrascht, als BGV-Vizepräsident Dr. Werner Proebstl, der selbst mitspielte, meinen Namen als Bruttosieger in der Vorgabenklasse D (Hcp. 30,6 bis 54,0) nannte und ich dann meine allererste Medaille umgelegt bekam. Das ist der richtige Ansporn für das nächste Jahr, um durch mehr Training und vor allem ein verbessertes Kurzspiel nächstes Jahr höhere Ziele zu erreichen.“