Auf den Spuren der Profis den Meisterschaftsplatz spielen
Putten am Dornröschen-Loch, der alten 17, mit dem Sonnendeck am Badeteich. Hier Otto Laistner und Senioren-Captain Andreas Diermeier (rechts).

Auf den Spuren der Profis den Meisterschaftsplatz spielen

Eichenried Classics, 03.07.21

Wenn es nach dem 10. Loch (B1) gleich nebenan an der B9 weitergeht und anschließend die C1 zu spielen ist, dann fühlt sich das ungewohnt an. So aber wurde der Eichenrieder Platz bis zur Platzerweiterung 2002 gespielt, und so spielen ihn auch noch die Profis, die bei den BMW International Open Ende Juni in Eichenried abschlagen. Wie sich das anfühlt, erlebten 71 Golfer*innen bei den traditionellen „Eichenried Classics“ am sommerlichen Samstag, 3. Juli.

Mit im Spiel ist dann auch das Dornröschen-Loch, ebenfalls bekannt als Hole-in-one-Loch bei den BMW International Open, das manche Eichenrieder inzwischen gern vom Sonnendeck aus beobachten. Im Zuge der Platzerweiterung durch Golfplatz-Architekt Kurt Roßknecht wurde diese Bahn aus wegetechnischen Gründen stillgelegt. Die 3 x 9 Eichenrieder Löcher sollten alle bequem am Clubhaus beginnen und enden. Seit fast zwei Jahrzehnten erweist sich dies als Riesen-Vorteil gegenüber anderen Clubs. Das Grün dieses Par 3 mit dem Badesee rechter Hand wird gern für Foto- und Filmaufnahmen genutzt und auch für spezielle Trainings unter Anleitung der Eichenrieder Pros. Aber bitte keinesfalls individuell!

Live-Siegerehrung auf der Terrasse

Sechs Tage nach dem Sieg-Putt von Viktor Hovland zeigte der Par 73-Meisterschaftsplatz immer noch seine Zähne. Die Grüns waren zwar längst nicht mehr so schnell wie für die Profis, aber das Rough hatte es dank der ergiebigen Regenfälle durchaus noch in sich. Einige verzweifelten darüber, andere meisterten diese besondere Herausforderung ganz hervorragend. Nach der Runde wartete ein Grillbüffet auf der Terrasse auf die Teilnehmer*innen – und nach langer Corona-Pause mal wieder eine Live-Siegerehrung mit Präsident Karl-Friedrich Löschhorn und Geschäftsführer Wolfgang Michel. Ein wunderbares Gefühl!

Ein Gast vom GC Oberfranken folgte den Spuren der internationalen Golfstars besonders gekonnt: Xun Huang, Hcp. 7,5, gewann das Herren-Brutto mit 81 Schlägen. Das Damen-Brutto entschied die Kapitänin der Damen-Mannschaft, Isabel Jensch, Hcp. -0,2, für sich mit hervorragenden 74 Schlägen. Ihr Bruder Christian Jensch, Hcp. 6,4, lag nur einen Schlag hinter dem Brutto-Sieger und wurde dritter Nettosieger A mit 37 Punkten. Die Netto A-Wertung (bis Hcp. 11,4) entschied Miriam Freywald (41 Punkte) vor Moritz Mühlbauer (40) für sich.

In der Handicap-Klasse B (11,5 bis 36) wurden exorbitante Ergebnisse erzielt mit 50, 49 und 47 Punkten: Lennart Hinrichs, Tom Schamberger und Ivone Delazzer-Böhmer, die auch den Nearest to the Pin der Damen mit 3,04 Meter gewann. Bei den Herren lag Reiner Müller mit 2,65 Meter noch näher an der Fahne. Und die Longhitter an diesem herrlichen Turniertag waren Jutta Schippan mit 225 und Felix Schirl mit 248 Metern. Nicht ganz die Längen von Martin Kaymer und Co., aber doch sehr beeindruckend!

Text und Fotos: Heidi Rauch