Albatros und Kaymers Doppelbogey an der 16
Vincent Norrman

Albatros und Kaymers Doppelbogey an der 16

BMW International Open 24.-27. Juni 2021 im GC München Eichenried

Eichenrieds See-Loch 16 ist immer für eine Überraschung gut. War es früher John Daly, der für spektakuläre Drives aufs Grün dieses Par 4-Lochs sorgte, war es dieses Jahr an Tag 3 der BMW International Open der Schwede Vincent Norrman, dem hier ein Hole-in-one glückte! Es ist erst der dritte Albatros der 32-jährigen Turniergeschichte – und der erste an einem Par-4-Loch!

Des einen Freud des anderen Leid: Just am selben Loch (247,8 Meter lang) ließ Martin Kaymer gleich zwei Schläge liegen: ein Doppelbogey bescherte ihm sein dritter Schlag, der im Wasser landete. Er geht nun mit acht Schlägen Rückstand (-9) auf den führenden Viktor Hovland (-17) in die Schlussrunde. Der 23-jährige Norweger Hovland, der schon vor Turnierbeginn zu den Top-Favoriten zählte, setzte sich mit drei Schlägen Vorsprung vom Zweitplatzierten Jorge Campillo aus Spanien ab. Die weiteren Verfolger sind Darren Fichardt (RSA, -13) sowie Bernd Wiesberger (AUT) und Niall Kearney (IRL, beide -11, T4). Weiterhin an der Spitze hält sich der einzige Amateur im Spielerfeld, Matthias Schmid (-10, T6).

„Smart spielen und Vertrauen haben“

Hovland, der als erster Norweger überhaupt ein Turnier auf der European Tour gewinnen könnte, spielte eine – trotz eines Drives ins Wasser an der vierten Spielbahn – bogeyfreie dritte Runde Das Erfolgsrezept für seine Runde erklärte er so: „Ich versuche einfach, bei mir zu bleiben. Natürlich schaue ich auf die Leaderboards, wo ich stehe. Aber anstatt zu versuchen, die Dinge zu erzwingen, sage ich mir zu Beginn der Runde, dass ich mein Spiel kontrollieren muss. Wenn ich keine Schläge wegwerfe, smart spiele und Vertrauen in das habe, was ich tue, sollte ich morgen eigentlich eine gute Chance haben.“

Auch Martin Kaymer äußerte sich zufrieden und zuversichtlich für die Finalrunde am Sonntag: „Es war 17 Löcher sehr solide, nur an dem einen Loch habe ich zwei, drei Schläge auf das Feld verloren. Mit einem Par wäre ich voll im Turnier gewesen. Aber ich konzentriere mich auf das Große und Ganze. Ich habe drei solide Runden gespielt und mir viele Chancen erarbeitet. Um morgen ganz vorne anzukommen, brauche ich eine 7 oder 8 unter. Die ist drin, aber dafür musst du den ein oder anderen Fehler vermeiden.“

Die positive Überraschung des Turniers bleibt weiterhin der einzige Amateur im Feld. Matthias Schmid spielte ein weitere starke 69er Runde. Der 22-Jährige ruht in sich selbst und besitzt ein gesundes Selbstvertrauen. „Ich spiele dasselbe Spiel wie die anderen auch, also glaube ich, dass ich morgen einiges reißen kann. Ich probiere, eine gute Runde zu spielen – und dann schauen wir, was dabei rauskommt“, sagte Schmid.