• Rauchschwalbe
    Rauchschwalbe
  • Rauchschwalben im Cartraum
    Rauchschwalben im Cartraum
  • Rauchschwalbennest im Cartraum
    Rauchschwalbennest im Cartraum
  • Kotbrett unter dem Rauchschwalbennest
    Kotbrett unter dem Rauchschwalbennest
  • junge Rauchschwalben kurz vor dem Abflug Richtung Afrika
    junge Rauchschwalben kurz vor dem Abflug Richtung Afrika
  • Mehlschwalbennest im Hof der Familie Weiler
    Mehlschwalbennest im Hof der Familie Weiler
  • Mehlschwalbennest am inneren Parkplatz
    Mehlschwalbennest am inneren Parkplatz
  • Verschmutzung der Hausfassade durch Jungschwalben
    Verschmutzung der Hausfassade durch Jungschwalben
  • Umsiedlung der Mehlschwalben mit Hilfe künstlicher Nester
    Umsiedlung der Mehlschwalben mit Hilfe künstlicher Nester

Rauch- und Mehlschwalben

Schwalben sind Kulturfolger und damit an menschliche Siedlungen als Lebensraum gebunden. In den Stallungen und an den Gebäuden des Bauernhofs von Josef Weiler fanden sie lange Zeit die passenden Stellen für ihre Nester. Die Verschmutzung durch den Nestbau und den Kot ihrer Brut war kein Problem, da sie als Glücksbringer galten und nützlich waren Räume und den Hof von lästigen Insekten frei zu halten. Ausserdem waren Schwalben wichtige Krankheitsbekämpfer, weil Mücken und Fliegen Krankheiten verbreiten und die modernen Gegenmittel nicht vorhanden waren.

Eine Schwalbe verzehrt pro Tag mehr als die Hälfte ihres Eigengewichtes. Das entspricht pro Vogel in der Zeit von April bis September einer Menge von etwa 2.500 Mücken und Fliegen – täglich. Für eine Brut werden etwa 1 kg Insekten an die Jungen verfüttert. Das Futter der Altvögel ist nicht einbezogen.

Als der Bauernhof mit seiner Tierhaltung aufgegeben wurde und die Stallungen zu Geräte- und Carträumen des Golfclubs umfunktioniert wurden, bekamen die Rauchschwalben Akzeptanzprobleme. Durch das Anbringen von Kotbrettern unter ihren Nestern und Sitzplätzen konnte die Koexistenz mit ihnen sichergestellt werden.

Mehlschwalben bauen ihre Nester außen am Gebäude, nahe dem Dachüberstand. Ihre Nester störten nur dort, wo sie sich direkt über den Fenstern bewohnter Räume befanden. Mit Hilfe von künstlichen Nestern an einer weniger störenden Stelle konnten die Schwalben umgesiedelt werden. Jetzt sind wieder beide „Glücksbringer“ auf unserer Golfanlage willkommen und wir können Ihre Flugkünste weiter bestaunen.