• Rough zwischen der B4 und C7
    Rough zwischen der B4 und C7
  • Idas-Bläuling - Männchen
    Idas-Bläuling - Männchen
  • Idas-Bläuling - Weibchen
    Idas-Bläuling - Weibchen
  • Idas-Bläuling - Weibchen auf Hornklee
    Idas-Bläuling - Weibchen auf Hornklee
  • kein ungewöhnliches Ende eines Bläulings
    kein ungewöhnliches Ende eines Bläulings
  • Himmelblaue Bläulinge auf Karthäuser-Nelke (Raupe rechts)
    Himmelblaue Bläulinge auf Karthäuser-Nelke (Raupe rechts)
  • Grashüpfer
    Grashüpfer
  • Zauneidechse
    Zauneidechse

Magerwiesen

Die im Fairway Magazin 2014 vorgestellte Naturschutzinitiative trägt erste kleine Früchte. Bereits im ersten Jahr nach der Umwandlung zweier Roughs (C4/B7 und B5) in Magerwiesen sind auf diesen Flächen Schmetterlinge zu beobachten, die dort früher nicht vorkamen. Einer von ihnen ist der Idas-Bläuling, auch Ginster-Bläuling genannt, mit dem wissenschaftlichen Namen Plebeius idas.

Der Idas-Bläuling ist ein attraktiver Stellvertreter für viele heimische Insekten, die auf bestimmte Standortbedingungen angewiesen sind. Er braucht trockene Magerwiesen auf denen bestimmte Pflanzen wachsen und bestimmte Ameisen leben. Das Weibchen dieses Bläulings legt seine Eier bevorzugt an gelbblühenden Schmetterlingspflanzen wie Ginster und Hornklee ab. Die Entwicklung aller Raupenstadien erfolgt auf dieser Wirtspflanze. Nach der letzten Häutung lässt sich die Raupe auf den Boden fallen und wird von Ameisen in deren Nest getragen. Dort erfolgt die Verpuppung und Verwandlung zum Schmetterling. Das Ameisennest bietet der Puppe Schutz vor Fressfeineden und als Gegenleistung produziert die Puppe ein zuckerhaltiges Sekret, das den Ameisen als Nahrungsergänzung dient.

Die Insekten und ihre Raupen sind die Hauptnahrung von Jungvögeln, Fledermäusen und anderen Tieren. Für den Erhalt einer Art reicht es aus, wenn sich aus einem Eigelege nur zwei geschlechtsreife Tiere entwickeln, paart und wieder Eier legen. So gibt es bei einem Gelege von durchschnittlich 100 Eiern viel Nahrung für höhere Tiere in Form von Raupen, Puppen und Insekten.

Davon, dass unsere Magerwiesen nicht „mager“ an Leben sind, kann sich jeder selbst überzeugen, indem er dort die Natur beobachtet und ihr zuhört. Neben Grashüpfern, Grillen, Schwebfliegen, Libellen, Wildbienen und Käfern sind auch wieder Eidechsen zu beobachten. Vögel wie der Rotrückenwürger oder der Turmfalke sind öfter auf unserer Anlage zu sehen. Die Vielfalt an Tieren steigt mit der Vielfalt an Pflanzen. Die umgewandelten Roughs sind natürlich erst im Anfangsstadium. Es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis sich die volle Vielfalt eines solchen Standortes einstellt hat.

Das Erscheinen von Plebeius idas, stellvertretend für andere Insekten und Tiere, ermutigt uns die Bemühungen um mehr Natur auf unserer Golfanlage fortzusetzen. Neben der Schaffung neuer Lebensräume und einer Ergänzung der Bepflanzung der Golfanlage durch „essbare Sträucher“, steht der Schutz und Förderung bedrohter Tierarten auf dem Programm.