• Hornissen am Nest
    Hornissen am Nest
  • Hornissen am Nest
    Hornissen am Nest
  • vom Buntspecht geplündertes Hornissennest in einem Nistkasten aus Holz
    vom Buntspecht geplündertes Hornissennest in einem Nistkasten aus Holz
  • Hornissenkasten aus Holzbeton
    Hornissenkasten aus Holzbeton

Hornissen

2009 hatten wir ein Hornissennest nahe dem Abschlag an der A4. Eine einst größere Höhle in dem Eschenbaum war bis auf ein kleines Loch zugewachsen. Sie war frei anzufliegen und den ganzen Tag von der Sonne beschienen – für Hornissen eine gute Lage zum Nestbau. Leider befand sich die Höhle nur 1 m über dem Boden und war direkt neben dem Abschlag. Das hat viele Golfspieler verunsichert und „mutige“ haben versucht die Hornissen mit dem Schläger zu verjagen.

2010 hatten wir ein Hornissennest in einem Nistkasten am Weg zwischen der C4 und C5 – diesmal in 4 m Höhe. Ein Buntspecht hat sich jedoch auf seine Art Zugang zu der Hornissenbrut verschafft und damit die Nisthilfe für Vögel unbrauchbar gemacht.

Hornissen sind grundsätzlich nicht aggressiv und fliehen wenn sie gestört werden. Anders als die Wespen gehen sie niemals an die Kaffeetafel. Allerdings reagieren sie empfindlich wenn man ihrem Nest zu nahe kommt. Hält man einen Abstand von ca. 3 m ein und verhält sich ruhig, gibt es keine Probleme. Sie stechen nur, wenn sie gequetscht werden und der Stich ist für den Menschen nicht gefährlicher als der von einer Biene oder Wespe. Das Sprichwort „7 Hornissen töten ein Pferd und 3 einen Menschen“ stimmt nicht. Der Stich kann jedoch schmerzhafter empfunden werden, weil das Gift einen anderen Wirkstoff enthält als der von Bienen oder Wespen.

Hornissen ernähren ihre Brut mit fast allen überwindbaren Insekten (z. B. Fliegen, Wespen, Bienen, Heuschrecken, Käfern, Libellen, Raupen, Spinnen, etc.). Dabei kann ein Hornissenvolk pro Tag bis zu 0,5 kg Insekten erbeuten. Erwachsene Tiere ernähren sich von Baum- und Pflanzensäften. Wegen des gebietsweise starken Bestandsrückgangs, wurden Hornissen zur besonders geschützten Art erklärt.

Durch Anbringen speziellerer Nistkästen in spielfernen Bereichen der Golfanlage versuchen wir Konflikte mit den sehr nützlichen Insekten zu vermeiden.