• Biberburg im Teich am Abschlag der C1
    Biberburg im Teich am Abschlag der C1
  • Biberspuren
    Biberspuren
  • Biber bei seiner Rinden-Mahlzeit
    Biber bei seiner Rinden-Mahlzeit
  • Biber - Eisenoxid-Einlagerungen in den Schneidezähnen sorgen für Härte und färben diese braun
    Biber - Eisenoxid-Einlagerungen in den Schneidezähnen sorgen für Härte und färben diese braun
  • Biber manchmal am Tag aktiv
    Biber manchmal am Tag aktiv
  • Biber in seinem Element
    Biber in seinem Element

Biber

Mit der Umgestaltung der Teiche am Clubhaus zu einem Teichverbund und der direkten Anbindung an die Entwässerungsgräben im Erdinger Moos wurde ein optimaler Lebensraum für den Biber geschaffen. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann sich ein Biber bei uns einfindet. Begünstigt wird seine Ansässigkeit durch ein Maisfeld am Entwässerungsgraben. Der erste Biber auf unserer Golfanlage tauchte im Herbst 2007 auf und baute eine Burg am Teich links des Abschlags der C1. Nach einem Jahr war er plötzlich verschwunden. Seitdem werden immer wieder Biber für kurze Zeit beobachtet.

Der Biber hält keinen Winterschlaf und stellt deshalb im Herbst seine Ernährung von Pflanzenknollen auf Baumrinde um. Die junge Rinde von Weiden, Espen und Pappeln ist dann seine Lieblingsspeise. Um an diese zu gelangen, fällt er Bäume und legt ein Depot aus Zweigen nahe seiner Burg im Wasser an. Dadurch kommt er im Winter jederzeit an Nahrung, auch wenn der Teich zugefroren ist. Der erste Biber hat einige schöne und alte Bäume nahe am Clubhaus gefällt, seitdem werden Biber bei uns nicht gerne gesehen.

Die Schneidezähne wachsen dem Biber ständig nach. Wie bei allen Nagern müssen sie deshalb abgeschliffen und geschärft werden. Das Nagen an Bäumen hat also nicht nur den Zweck der Nahrungsaufnahme. Einzelne Bäume können zum Schutz mit einem speziellen Anstrich vor dem Verbiss bewahrt werden. Auch Drahthosen sind ein praktisches Mittel, was jedoch optisch störend wirkt.

Auf der Suche nach neuen Lebensräumen werden Jungbiber oft von Fahrzeugen überfahren oder kommen in Revierkämpfen mit Artgenossen um. Der Biber darf nur in bestimmten Fällen geschossen werden. Jäger haben Respekt vor ihm, weil er mit seinen messerscharfen Schneidezähnen den Jagdhunden tiefe Wunden zufügen kann.

Der Biber läuft ungern über Land, obwohl er bei uns keine natürlichen Feinde hat. Sein Element ist das Wasser. Wenn der Wasserstand für ihn zu niedrig ist, baut er Dämme und staut an. Gerne untertunnelt er Wege und Uferstreifen um vom Wasser direkt in seine „Speisekammer Maisfeld“ zu gelangen. Dies führt gelegentlich zu Problemen, wenn Fahrzeuge in diese Tunnel einbrechen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Einbruch der Teerstraße am Sender. Dort hat er unter der Straße, die zwischen seinem Burgweiher und der Goldach verläuft, einen Tunnel gegraben, der den Verkehr darüber nicht aushielt. Der Sender im Finsinger Moos ist nur 2 km von unserer Golfanlage entfernt.